Wo entspringt der Fluss NAVIGLIO der Martesana: 40 km Farbenpracht, Düfte und angenehme Aufenthalte

Die Reiseroute besser gesagt die Radtour , die wir euch in den nachfolgenden Zeilen anbieten, ist ganz speziell kindgerecht , gleichermaßen aber auch geeignet für den weniger geübten Radfahrer.
Ideal – diese Aussage begründet sich in der Tatsache, dass der Radweg an der grünen Route der Metro (im Mailänder Bereich) entlang führt, was stets die Rückfahrt mit der Metro ermöglicht.
Für die Fahrräder steht der letzte Wagon zur Verfügung. Natürlich ist das Zugpersonal ATM zu informieren bzw. herbeizurufen.

Es geht los: man startet in der via (via=Straße) Melchiorre Gioia, wo der Radweg parallel zum rechten Ufer des FLUSSES NAVIGLIO verläuft. Der Weg führt vonder Cassina de’Pomm (gegenüber der Kirche /Parrocchia S.Maria Goretti, Hausnummer 193) bis zum Santuario/Wallfahrtskirche della Divina Maternità von Trezzo d’Adda, ca. 40 km im Nord-Osten. Der Radweg ist stets eben oder nur mit geringer Steigung. Der gesamte Weg und sämtliche Geländer sind in gutem Zustand. In vielen Bereichen auch gut ausgeleuchtet, dies ermöglicht die Nutzung jeder Art von Fahrrad und zu jeder Tageszeit.
Der erste Teil führt zwischen Greco und Gorla in Richtung Osten bis zur viale Padova (viale=breite Straße). Wenn es wahr ist, dass der Naviglio Wasser für den Gemüsegärten ist, ist es wohl auch war, dass der Radweg Luft für die Städter ist. Für alle gibt es Platz: für die Sonntagsausflügler, für all diejenigen; die mit dem Rad zur Arbeit fahren, für Mütter mit Kinder, für Jugendliche mit Hunden, für Fußgänger mit kurzem Atem. -alle gemeinsam und jeder für sich –alle sind hier richtig aufgehoben und kommen auf ihre Kosten.
Zwischenzeitlich sind wir an der Kreuzung Viale Padova auf der Höhe des Vereinsheimes der Alpini von Crescenzago angekommen. Hier biegen wir nach links ab in die via Idro bis zur Kreuzung mit dem Fluss Lambro.

Die Tour führt uns an Cologno Monzese und Vimodrone vorbei. Der Radweg geht an Wiesen und Spielplätzen und Hühnerställen (die heutzutage noch interessanter als die Spielplätze sein können) vorbei.
Unserem Auge bieten sich großzügige Flächen, und am Horizont sieht man die wechselnden Farben des Himmels. Auf der anderen Uferseite des Naviglio spiegeln sich die herrschaftlichen Villen, wie die Villa Cazzaniga und die Villa Alari Visconti, bis nach Cesnusco, wo man auf die „Villa di Delizia“ aus dem 18.Jahrhundert und die Villa Borromeo und auf die Villa Melzi d’Eril stoßt. In der Villa Melzi d’Eril, hatte Leonardo da Vinci seinen Aufenthalt . Er hat den Fluss Naviglio studiert, gezeichnet und gelebt.
Die weitere Etappe ist die Cassina de’Pecchi Strecke, wo sich der Radweg teilt, ein paar Meter asphaltierter Weg, um von dort weiter nach z.B. Gorgonzola zu fahren, wo der Radweg schmäler wird- direkt vor einer merkwürdigen Holzkonstruktion, die den Fluss Naviglio wie eine Brücke überquert- die allerdings geschlossen ist, wie eine Unterkunft/Wohnung, mit Fenstern und bewohnbaren Räumen im Innern und die die Villa Busco mit einem privaten Mehrfamilienhaus verbindet. Die Neugierde den Eingang dieser Konstruktion zu finden, lässt einem ein wunderbares Mosaik einer Madonna mit Kind (Madonnenbild) entdecken, dazu muss man sich nur einige Meter nach links begeben.

Die weitere Etappe ist die Cassina de’Pecchi Strecke, wo sich der Radweg teilt, ein paar Meter asphaltierter Weg, um von dort weiter nach z.B. Gorgonzola zu fahren, wo der Radweg schmäler wird- direkt vor einer merkwürdigen Holzkonstruktion, die den Fluss Naviglio wie eine Brücke überquert- die allerdings geschlossen ist, wie eine Unterkunft/Wohnung, mit Fenstern und bewohnbaren Räumen im Innern und die die Villa Busco mit einem privaten Mehrfamilienhaus verbindet. Die Neugierde den Eingang dieser Konstruktion zu finden, lässt einem ein wunderbares Mosaik einer Madonna mit Kind (Madonnenbild) entdecken, dazu muss man sich nur einige Meter nach links begeben.
Es geht weiter. Nach Bellinzago und Inzago. Wenn ihr euch die Eisdiele von Gorgonzola habt entgehen lassen, raten wir euch jetzt Halt zu machen an der Eisdiele an der Brücke. „Il buco“ – so heißt die großzügige Eisdiele – eine echte Erfrischungsstelle. Vor der Eisdiele stehen sicherlich einige Fahrräder und drin sitzt bestimmt eine Gruppe „Junggebliebener“ eines bestimmten Alters.

Nach Groppello wird der Radweg dermaßen schön, ganz natürlich schön, sodass man die Anstrengung nicht einmal spürt. Schotterweg, ohne Böschung und Licht, hautnah am Fluss Naviglio und nur wenige Meter vom Fluss Adda entfernt. Dieser führt rechts davon. Im Norden ist der Park „parco Adda“: sehr viel Wald und Wiesen, Feuchtigkeit, der Duft der Pflanzenwelt und die Geräusche verschiedenster Tiere. Aber auch die Stille der Natur. Hier begegnet man nur wenigen Menschen und man ist schon bald in Vaprio d’Adda.

In Vaprio d’Adda kommt man am Haus des Aufsehers des Gewässers (casa del custode delle acque) vorbei. Der Aufseher hatte die Aufgabe die Wasserzuführung der Flüsse zu regeln. Er trieb auch die Zahlungen ein. Auch an diesem Punkt lohnt es sich etwas zu verweilen und ihn zu bewundern. Er hat seine eigene Schönheit – so sah es auch der italienische Maler und Graveur Bernardo Bellotto in seinem „quattro vedute di Vaprio e Canonica“ (Vier Ansichten des Vaprio und der Canonica). Ebenso Leonardo studierte diesen Punkt und atmete seine Besonderheit ein. Die Villa Melzi d’Eril ist unweit von diesem Standort entfernt. Man hat die Nähe dazu genutzt um in dem Gebäude nach seiner Restauration eine interaktive Ausstellung/Gallerie Leonardos in Adda einzurichten.
Der Radweg, der einmal der Straße weichen musste, erscheint wieder nach dem kleinen Anstieg, sobald man die Brücke von Vaprio hinter sich lässt. Auch hier trifft man wieder auf ältere Herrschaften, die hier ihren Spaziergang machen und auf junge Leute die flotter unterwegs sind, Jogger etc.
Nach einigen Kilometern Wald, sind wir in Concesa, einem Orts-/Stadtteil von Trezzo d’Adda wo der Fluß Naviglio aus der Martesana entspringt. Der Wallfahrtsort (il santuario) ‚Divina Maternità‘ beaufsichtigt, überwacht und beschützt den Fluss. Hier im letzten Winkel im Nord-Osten der Provinz Mailands entspringt der Fluss mit seiner Frische und den Düften der Vegetation. Der Radweg führt links und folgt dem Fluss wie ein Spazierweg. Jetzt etwas aufgepasst! Aber mit etwas Vorsicht und ein klein wenig Anstrengung schafft man auch das letzte Stück zum Stauwehr des Flusses Adda, wo wir auf das Schloss „Castello Visconteo“ stoßen und das Wasserwerk Taccani.

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Hier kann man im „Al lavatoio“, einer Caffetteria und Weinbar verweilen. Das erste der zahlreichen Lokalitäten entlang des Dammes. Alle laden zum Verweilen ein und um die Ruhe des Wassers in vollem Umfang zu genießen.

di Cristiano Fabris

Wo entspringt der Fluss NAVIGLIO der Martesana: 40 km Farbenpracht, Düfte und angenehme Aufenthalte ultima modifica: 2015-04-08T12:26:04+02:00 da expo
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